Was in unserer Kältekammer anders ist als in einer Kältekabine
Kältetherapie heißt bei uns: Ganzkörperkälte in einer Stickstoff-Kältesauna. Die Kammer ist eine Röhre, aus der oben nur der Kopf herausschaut. Eine Halsmanschette schließt sie ab, so dass auch Schultern und Nacken die Kälte abbekommen. Weil der Kopf draußen bleibt, atmen Sie keine extrem kalte Luft ein, und ein Gefühl von Beklemmung entsteht gar nicht erst. Gekühlt wird mit flüssigem Stickstoff, der im Tank bei −196 °C lagert; zur Behandlung nutzbar sind höchstens −160 °C. Elektrische Kältekabinen, wie es sie in Leipzig ebenfalls gibt, arbeiten meist mit −85 bis −110 °C bei fest eingestellter Temperatur. Technik, Anwendungsbereiche und Preise stehen auf unserer Seite zur Kältetherapie in Leipzig; wer die Leipziger Anbieter nebeneinander sehen möchte, liest den Kältekammer-Vergleich.
Vor dem Termin: buchen und Gesundheitsfragen
Gebucht wird online, das dauert etwa zwei Minuten. Termine gibt es täglich von 9 bis 21 Uhr, auch sonntags, oft noch für denselben Tag: Die Kammer muss nicht vorgekühlt werden und ist in wenigen Minuten startklar. Planen Sie für den ersten Besuch zehn Minuten mehr ein. Jede Behandlung beginnt bei uns mit einem Gespräch, in dem der Umfang der Behandlung und gesundheitliche Einschränkungen besprochen werden. Beim ersten Mal ist es ausführlicher, und ein Fragebogen kommt dazu.
Wann wir abraten: die Gegenanzeigen
Diese Liste gehen wir vor Ihrer ersten Sitzung mit Ihnen durch. Die Punkte schließen eine Behandlung aus oder erfordern vorher eine Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt:
- Schlechter Gesamtzustand
- Herzinfarkt oder Genesung nach überstandenem Herzinfarkt
- Hoher Blutdruck/mittlere Hypertonie (Stufe 2)
- Hoher Blutdruck/schwere Hypertonie (Stufe 3): Blutdruck ≥ 180/100 mm Hg
- Niedriger Blutdruck
- Herzerkrankungen mit einem schlechten Krankheitsverlauf
- Kryoglobulinämie, Agammaglobulinämie, Kryofibrinogenämie
- Fieber
- Hämorrhagische Diathese
- Bösartiges Karzinom
- Hyperthyreose
- Schwangerschaft
- Kälteallergie
- Chronische Herzkrankheiten
- Überempfindlichkeit auf Kälte
- Herzinsuffizienz/Herzversagen Stadium B
- Hysteria neurosis
- Raynaud-Syndrom, Akrozyanose, Systemvaskulitis
- Schwere Anämie/Blutarmut
- Schlaganfall
- Kinder unter 10 Jahren
- Aktive (postprimäre) Lungentuberkulose
Trifft einer dieser Punkte auf Sie zu, ist eine Behandlung in unserer Kältekammer leider nicht möglich. Sind Sie unsicher, rufen Sie uns an oder schreiben Sie an kontakt@relax.plus, bevor Sie buchen. Das ist für beide Seiten angenehmer als eine Absage im Behandlungsraum.
Was man in der Kältekammer anzieht
Weniger, als die meisten erwarten. Sie betreten die Kammer in Unterwäsche; Socken, Schuhe und Handschuhe zum Schutz von Händen und Füßen stellen wir. Schmuck und Uhr legen Sie vorher ab, und die Haut sollte trocken sein. Wer gerade aus der Dusche oder vom Training kommt, trocknet sich also gründlich ab. Eigene Ausrüstung brauchen Sie für die Kammer nicht.
Kältekammer zum ersten Mal: der Ablauf in sieben Schritten
So zeigt es die Fotoreihe auf unserer Kältetherapie-Seite, und so läuft jeder Termin an der Kammer:
- Begrüßung an der Kältekammer. Was jetzt noch offen ist, fragen Sie hier.
- Einstieg: Ihre Therapeutin öffnet die Tür, Sie steigen ein.
- Sie stehen in der Kammer, die Therapeutin stellt die Temperatur ein, die Sie vorher gemeinsam festgelegt haben.
- Handschuhe und Schutz für die Hände werden Ihnen angereicht.
- Die Abdeckung mit der Halsmanschette wird aufgesetzt.
- Die Halsmanschette schließt die Kammer nach oben ab, der Kopf bleibt frei. Sie halten jederzeit Kontakt zu Ihrer Therapeutin.
- Die Kältetherapie läuft, auf Wunsch nach bis zu fünf Minuten Vorwärme bei 50 °C. Die Therapeutin bleibt an der Kammer, passt Temperatur und Dauer an und beendet die Sitzung, sobald Sie es möchten. Verlassen können Sie die Kammer jederzeit auch von selbst.
Wer lieber zuschaut als liest: Auf derselben Seite erklärt ein kurzes Video unsere Kältekammer.
Wie kalt und wie lange: die Zahlen für den ersten Termin
| Frage | Bei uns |
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| Temperatur in der Kammer | −110 bis −160 °C, stufenlos regelbar, auch während der Behandlung |
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| Dauer der Kälte | etwa 3 Minuten, beim ersten Mal gern kürzer |
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| Vorwärme | auf Wunsch bis zu 5 Minuten bei 50 °C, ohne Aufpreis |
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| Termin insgesamt | rund 15 bis 20 Minuten mit Vorbereitung und Nachruhe, beim ersten Besuch etwa 10 Minuten mehr |
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| Kleidung | Unterwäsche; Socken, Schuhe und Handschuhe von uns |
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| Preis | Einzelsitzung 59 €, Vorwärme inklusive |
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Feste Stufen, die Sie nacheinander durchlaufen müssten, gibt es bei uns nicht. Temperatur und Dauer lassen sich noch in der Kammer ändern. Für Ihre erste Kältekammer-Therapie heißt das: Sie legen sich nicht auf eine Zahl fest, die Sie dann durchhalten müssen. Die Vorwärme beruht auf der bekannten Wärme-Kälte-Wechseltherapie nach Kneipp und macht den Kältereiz intensiver; ob Sie sie gleich beim ersten Mal nutzen, entscheiden Sie im Gespräch.
Was Sie spüren: Haut, Atmung, danach
Die Kälte ist trocken, nicht nass wie im Eisbad. Deshalb wird sie von den meisten Gästen nicht als unangenehm empfunden, obwohl die Anzeige über der Kammer anderes vermuten lässt. Auf der Haut spüren die meisten ein Prickeln.
Zur Atmung: Ihr Kopf ist über der Halsmanschette, Sie atmen also nicht die Kälte aus der Kammer. Der Stickstoff, mit dem gekühlt wird, ist farb-, geschmack- und geruchlos sowie nicht brennbar. Er wird aus der Luft gewonnen und verteilt sich nach der Behandlung wieder in ihr.
Danach kehrt die Durchblutung zurück, und mit ihr ein Gefühl von Frische und Wärme. Der Kältereiz kann wach machen; manche Gäste berichten, dass sie abends leichter einschlafen. Versprechen können wir das nicht, jeder Körper reagiert anders.
Nebenwirkungen und was die Kältekammer nicht kann
Die Kälte ist intensiv. Deshalb sind Hände und Füße geschützt, die Haut ist trocken, Schmuck bleibt draußen, und der Aufenthalt ist auf etwa drei Minuten begrenzt. Fühlt sich etwas nicht richtig an, sagen Sie es, und die Sitzung endet. Die eigentliche Sicherheitsfrage stellt sich vorher: Die Gegenanzeigen oben sind der Grund, warum wir beim ersten Besuch so genau nachfragen.
Was die Kälte nicht kann: eine ärztliche Diagnose oder Behandlung ersetzen. Gut belegt ist die kurzfristige Schmerzdämpfung durch den starken Kältereiz; zu Entzündungsmarkern, Regeneration und Stimmung zeigen Studien positive Effekte, die Datenlage ist je nach Fragestellung aber unterschiedlich stark. Den Forschungsstand zur Kältetherapie haben wir zusammengefasst. Die Kältekammer ist bei uns ein Selbstzahler-Angebot; die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten in der Regel nicht.
Danach: Ruhe, Massage, Sauna oder Training
Die Nachruhe gehört zum Termin. Wer mehr Zeit mitbringt, bleibt im Haus. Aus unseren Buchungen wissen wir, dass die Kältekammer am häufigsten zusammen mit einer Tiefen- und Sportmassage im selben Termin gebucht wird; zum Abschalten passt eher eine Aromaöl-Massage. Sportler nutzen die Kammer oft direkt nach dem Training. Oder Sie lassen den Besuch in unserer RELAX Lounge bei einem Getränk ausklingen.
Wärme und Kälte am selben Tag verbindet der private Day Spa: Sauna, Dachterrasse über Leipzig, Ruhelounge und auf Wunsch Sushi und Champagner. Die Kältekammer-Session ist dort als Extra für 59 € pro Person buchbar. Wie das erste Mal von außen aussieht, zeigt der RTL-Kältekammer-Test: Eine RTL-Reporterin hat den Kälteschock bei uns gewagt, begleitet von unserem Team.
Einzelsitzung oder gleich die Karte?
Für das erste Mal reicht die Einzelsitzung für 59 €. Wer danach regelmäßig kommen möchte, nimmt die 5er-Karte (49 € pro Session) oder die 10er-Karte (49 € pro Session). Beide gelten 12 Monate, auch für Behandlungen mit Vorwärme, und es gibt sie als Gutschein, sofort per E-Mail. Alle Preise im Überblick stehen auf der Preisseite.
Unser Rat für den ersten Termin: Wählen Sie eine Uhrzeit, nach der Sie nicht sofort weitermüssen, damit die Nachruhe nicht zu kurz kommt, und sagen Sie im Gespräch ehrlich, wie Sie mit Kälte umgehen. Den Termin in der Kältekammer buchen Sie online, mit freien Zeiten bis 21 Uhr.