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Massagen

Manuelle Lymphdrainage: wann sie hilft, wann sie nichts bringt

· 2 Min. Lesezeit · Redaktion RELAX plus

Die manuelle Lymphdrainage ist die leiseste Behandlung in unserem Haus: kaum Druck, langsame kreisende Griffe, und trotzdem berichten Gäste danach von spürbar leichteren Beinen. Was dahintersteckt, wem sie hilft — und in welchen Fällen sie nicht zu uns, sondern in eine Physiotherapiepraxis gehört.

Manuelle Lymphdrainage bei RELAX plus in Leipzig: sanfte Grifftechnik am Bein

Was bei der Lymphdrainage passiert

Das Lymphsystem transportiert Gewebeflüssigkeit, Eiweiße und Abfallstoffe aus dem Gewebe zurück in den Blutkreislauf. Anders als das Blut hat es keine Pumpe: Es lebt von Bewegung, Atmung und dem Druck der umliegenden Muskeln. Wer viel sitzt, viel steht oder lange fliegt, bremst diesen Transport aus — die Flüssigkeit bleibt im Gewebe, die Beine werden schwer.

Die manuelle Lymphdrainage nach Dr. Vodder arbeitet deshalb völlig anders als eine Massage. Der Druck liegt bei etwa einem Zehntel dessen, was bei einer klassischen Massage üblich ist, die Griffe sind kreisend und rhythmisch, und die Richtung ist immer dieselbe: zum nächsten Lymphknoten hin. Begonnen wird am Hals, nicht am Bein — dort mündet das System, und wer den Abfluss nicht zuerst öffnet, schiebt die Flüssigkeit gegen einen geschlossenen Hahn.

Wofür sie sich eignet

AnliegenGeeignet?Anmerkung
Schwere Beine nach langem Sitzen oder Stehenjader häufigste Grund bei uns
Wassereinlagerungen bei Hitzejaim Sommer regelmäßig nachgefragt
Schwellung nach intensivem Sportjagute Ergänzung zur Sportmassage
Muskelkaterbedingtlindert das Spannungsgefühl, beschleunigt die Heilung nicht
Schwellung in der Schwangerschaftmit Rücksprachevorher mit der Hebamme oder Ärztin klären
Lymphödem, Lipödemnein, nicht bei unsHeilbehandlung, gehört auf Rezept in die Physiopraxis
Nach Operation oder Lymphknotenentfernungnein, nicht bei unsärztlich verordnete Entstauungstherapie

Hilft Lymphdrainage bei Muskelkater?

Nur teilweise, und es lohnt sich, das ehrlich zu sagen. Muskelkater sind winzige Risse in den Muskelfasern; die heilen in ihrem eigenen Tempo, unabhängig davon, was man tut. Was die Lymphdrainage leistet, ist der Abtransport der begleitenden Gewebeflüssigkeit — das Spannungsgefühl lässt nach, die Beweglichkeit kommt schneller zurück, und sie tut im Gegensatz zu einer kräftigen Massage nicht weh. Wer nach dem Wettkampf auf der Liege liegt, empfindet das als deutlich angenehmer. Mehr zum Thema im Beitrag Muskelkater und Sportmassage.

Die Grenze: was auf Rezept gehört

Lymphödem, Lipödem und die Entstauung nach einer Operation oder Lymphknotenentfernung sind Heilbehandlungen. Dafür gibt es eine ärztliche Verordnung, eine spezielle Ausbildung in Komplexer Physikalischer Entstauungstherapie und meist eine Kompressionsversorgung dazu. Diese Behandlungen bieten wir nicht an und rechnen sie auch nicht ab. Wenn Sie zu dieser Gruppe gehören, gehen Sie zur Ärztin und dann in eine Physiotherapiepraxis — der Unterschied zwischen beiden Wegen steht im Beitrag Massage auf Rezept oder privat.

Wann Sie darauf verzichten sollten

  • bei akuten Infekten mit Fieber: Der Lymphtransport verteilt Erreger, das will man dann gerade nicht
  • bei Thrombose oder Verdacht darauf
  • bei akuter Entzündung oder Rötung im zu behandelnden Bereich
  • bei unbehandelter Herzschwäche, Nierenerkrankung oder Schilddrüsenüberfunktion — erst ärztlich klären
  • bei bösartigen Erkrankungen ohne ärztliche Freigabe

Wie der Termin bei uns abläuft

Sie liegen bequem und warm, meist mit leicht erhöhten Beinen. Die Therapeutin beginnt am Hals, arbeitet sich über Bauch und Leiste zu den Beinen vor und schließt mit den Füßen. Es ist leise, es ist langsam, und viele Gäste schlafen ein — das ist kein Zeichen von Langeweile, sondern die typische Reaktion des vegetativen Nervensystems auf diesen Rhythmus. Danach: viel trinken und noch ein wenig gehen, damit der Transport in Gang bleibt. Die Behandlung finden Sie unter manuelle Lymphdrainage; alle Preise stehen auf der Preisseite.

Häufige Fragen: Manuelle Lymphdrainage: wann sie hilft, wann sie nichts bringt

Was bringt eine manuelle Lymphdrainage?

Sie unterstützt den Abtransport von Gewebeflüssigkeit über das Lymphsystem. Spürbar wird das vor allem bei schweren Beinen nach langem Sitzen oder Stehen, bei Wassereinlagerungen im Sommer und bei Schwellungen nach intensivem Sport. Die Beine fühlen sich leichter an, das Spannungsgefühl lässt nach.Manuelle Lymphdrainage

Brauche ich für eine Lymphdrainage ein Rezept?

Für die Lymphdrainage als Wohlfühlbehandlung bei schweren Beinen nicht — die buchen Sie bei RELAX plus direkt online. Für die Behandlung eines Lymphödems, Lipödems oder einer Schwellung nach Operation brauchen Sie eine ärztliche Verordnung, und diese Entstauungstherapie gehört in eine Physiotherapiepraxis. Wir bieten sie nicht an.

Hilft Lymphdrainage gegen Muskelkater?

Sie lindert das Spannungsgefühl und bringt die Beweglichkeit schneller zurück, weil sie die begleitende Gewebeflüssigkeit abtransportiert. Die Heilung der winzigen Muskelfaserrisse beschleunigt sie nicht. Angenehm ist sie trotzdem: Anders als eine kräftige Massage tut sie bei Muskelkater nicht weh.

Wie fühlt sich eine Lymphdrainage an?

Sehr sanft. Der Druck liegt bei etwa einem Zehntel dessen, was bei einer klassischen Massage üblich ist; die Griffe sind langsam und kreisend. Viele Gäste schlafen während der Behandlung ein. Wer kräftige Massage sucht, ist mit der klassischen Massage oder der Tiefen- und Sportmassage besser bedient.

Wann darf man keine Lymphdrainage machen?

Bei fieberhaften Infekten, bei Thrombose oder Verdacht darauf, bei akuten Entzündungen im zu behandelnden Bereich, bei unbehandelter Herzschwäche, Nieren- oder Schilddrüsenerkrankung und bei bösartigen Erkrankungen ohne ärztliche Freigabe. Wir fragen das vor der Behandlung ab.