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Wie oft in die Sauna? Was die Forschung über regelmäßiges Saunieren weiß

· 3 Min. Lesezeit · Redaktion RELAX plus

Einmal die Woche, zweimal, jeden Tag? Die Frage nach der richtigen Häufigkeit ist die häufigste überhaupt — und sie hat eine ungewöhnlich gute Datenlage, weil in Finnland über Jahrzehnte Tausende Menschen begleitet wurden. Hier steht, was diese Untersuchungen zeigen, was sie nicht zeigen, und wie ein Saunagang praktisch aussehen sollte.

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Die kurze Antwort

Zwei- bis dreimal pro Woche gilt als der Bereich, in dem regelmäßiges Saunieren in Beobachtungsstudien am deutlichsten mit besserer Herz-Kreislauf-Gesundheit einherging. Einmal pro Woche ist schon deutlich besser als gar nicht. Mehr als viermal bringt in den Daten keinen erkennbaren Zusatznutzen. Wichtiger als die Zahl ist die Regelmäßigkeit: Eine Saunawoche im Jahr wirkt anders als zwei ruhige Gänge jede Woche.

Was die Untersuchungen zeigen — und was nicht

Die bekanntesten Daten stammen aus der finnischen Kuopio-Studie, die über zwanzig Jahre mehr als zweitausend Männer mittleren Alters begleitet hat. Wer vier- bis siebenmal pro Woche saunierte, hatte in dieser Gruppe ein deutlich geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Ereignisse als wer nur einmal ging. Weitere Auswertungen fanden Zusammenhänge mit Blutdruck, Gefäßfunktion und Demenzrisiko.

Der wichtige Vorbehalt: Das sind Beobachtungsstudien. Sie zeigen einen Zusammenhang, keinen Beweis für Ursache und Wirkung — Menschen, die viermal pro Woche in die Sauna gehen, unterscheiden sich womöglich auch sonst von denen, die es nicht tun. Was dagegen direkt messbar ist: Während eines Saunagangs steigt die Herzfrequenz auf ein Niveau wie bei moderater Bewegung, die Gefäße weiten sich, der Blutdruck sinkt in den Stunden danach. Warum ein solcher kontrollierter Reiz den Körper stärkt, erklärt der Beitrag Hormesis.

Schützt Sauna vor Erkältungen?

Hier ist die Datenlage dünner, aber nicht leer: Eine oft zitierte Untersuchung fand bei regelmäßigen Saunagängern etwa halb so viele Erkältungen wie in der Vergleichsgruppe — allerdings erst nach mehreren Monaten und mit kleiner Teilnehmerzahl. Plausibel ist der Zusammenhang über die Wechselreize auf Kreislauf und Schleimhäute. Wer bereits erkältet ist, geht nicht in die Sauna: Bei Infekt mit Fieber belastet die Hitze den Kreislauf zusätzlich.

Ein Saunagang, richtig gemacht

SchrittWie langeWorauf es ankommt
Warm duschen und abtrocknen3 bis 5 Minutentrockene Haut schwitzt schneller
Erster Gang8 bis 12 Minutenlieber kürzer und öfter als einmal lang
Die letzten Minuten aufrecht sitzen1 bis 2 Minutenverhindert Kreislaufprobleme beim Aufstehen
Abkühlen: frische Luft, dann kaltes Wasser2 bis 5 Minutenerst Arme und Beine, dann der Rest
Ruhen15 bis 20 Minutenmindestens so lang wie der Gang selbst
Zweiter und dritter Gangwie obendrei Gänge sind das übliche Maximum

Trinken: reichlich, aber erst nach dem letzten Gang oder in den Ruhepausen, nicht währenddessen. Mehr Einzelheiten stehen im Beitrag richtig saunieren; warum das Tauchbecken danach kein Luxus, sondern Teil des Reizes ist, erklärt Sauna und Tauchbecken.

Für wen Sauna nicht geeignet ist

  • bei fieberhaften Infekten und akuten Entzündungen
  • bei instabiler Angina pectoris, kurz nach Herzinfarkt oder bei schwerer Herzschwäche — hier entscheidet die Kardiologin
  • bei unbehandeltem, stark schwankendem Blutdruck
  • bei akuten Venenentzündungen und frischen Thrombosen
  • in der Schwangerschaft nur nach Rücksprache; in Finnland üblich, in Deutschland zurückhaltender gehandhabt
  • nach Alkohol grundsätzlich nicht — die Kombination ist der häufigste Grund für Zwischenfälle

Warum privat einen Unterschied macht

Die Regelmäßigkeit, auf die es ankommt, scheitert selten am Willen und oft am Umstand: volle Ruheräume, feste Aufgusszeiten, Anstehen. In unserem Day Spa gehört die Sauna für die Dauer Ihres Aufenthalts nur Ihnen — Sie bestimmen, wie lange ein Gang dauert und wann der nächste kommt. Was das gegenüber einer Therme bedeutet, steht im Vergleich Private Spa oder Therme. Im Sommer wie im Winter lohnt es sich übrigens gleichermaßen: Sauna im Sommer und Sauna im Winter.

Häufige Fragen: Wie oft in die Sauna? Was die Forschung über regelmäßiges Saunieren weiß

Wie oft sollte man in die Sauna gehen?

Zwei- bis dreimal pro Woche gilt als der Bereich, in dem regelmäßiges Saunieren in Beobachtungsstudien am deutlichsten mit besserer Herz-Kreislauf-Gesundheit einherging. Einmal pro Woche ist bereits deutlich besser als gar nicht, mehr als viermal bringt keinen erkennbaren Zusatznutzen. Entscheidend ist die Regelmäßigkeit, nicht die Einzelzahl.

Wie lange sollte ein Saunagang dauern?

Acht bis zwölf Minuten pro Gang, danach zwei bis fünf Minuten abkühlen an frischer Luft und mit kaltem Wasser, anschließend fünfzehn bis zwanzig Minuten ruhen. Drei Gänge sind das übliche Maximum. Lieber kürzer und öfter als einmal lang.Richtig saunieren

Ist Sauna gut für das Herz?

Während eines Saunagangs steigt die Herzfrequenz auf ein Niveau wie bei moderater Bewegung, die Gefäße weiten sich, und der Blutdruck sinkt in den Stunden danach. Langzeitbeobachtungen aus Finnland fanden bei häufigen Saunagängern ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Ereignisse. Das sind Beobachtungsstudien, kein Beweis für Ursache und Wirkung. Bei Herzerkrankungen entscheidet die behandelnde Ärztin.

Hilft Sauna gegen Erkältungen?

Eine oft zitierte Untersuchung fand bei regelmäßigen Saunagängern etwa halb so viele Erkältungen wie in der Vergleichsgruppe, allerdings erst nach mehreren Monaten und mit kleiner Teilnehmerzahl. Wer bereits erkältet ist und Fieber hat, sollte nicht saunieren: Die Hitze belastet den Kreislauf zusätzlich.

Wer sollte nicht in die Sauna?

Menschen mit fieberhaften Infekten, akuten Entzündungen, instabiler Angina pectoris, kurz nach einem Herzinfarkt, mit schwerer Herzschwäche oder unbehandeltem stark schwankendem Blutdruck, bei akuten Venenentzündungen und frischen Thrombosen. In der Schwangerschaft nur nach Rücksprache. Nach Alkohol grundsätzlich nicht.