Die kurze Antwort
Zwei- bis dreimal pro Woche gilt als der Bereich, in dem regelmäßiges Saunieren in Beobachtungsstudien am deutlichsten mit besserer Herz-Kreislauf-Gesundheit einherging. Einmal pro Woche ist schon deutlich besser als gar nicht. Mehr als viermal bringt in den Daten keinen erkennbaren Zusatznutzen. Wichtiger als die Zahl ist die Regelmäßigkeit: Eine Saunawoche im Jahr wirkt anders als zwei ruhige Gänge jede Woche.
Was die Untersuchungen zeigen — und was nicht
Die bekanntesten Daten stammen aus der finnischen Kuopio-Studie, die über zwanzig Jahre mehr als zweitausend Männer mittleren Alters begleitet hat. Wer vier- bis siebenmal pro Woche saunierte, hatte in dieser Gruppe ein deutlich geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Ereignisse als wer nur einmal ging. Weitere Auswertungen fanden Zusammenhänge mit Blutdruck, Gefäßfunktion und Demenzrisiko.
Der wichtige Vorbehalt: Das sind Beobachtungsstudien. Sie zeigen einen Zusammenhang, keinen Beweis für Ursache und Wirkung — Menschen, die viermal pro Woche in die Sauna gehen, unterscheiden sich womöglich auch sonst von denen, die es nicht tun. Was dagegen direkt messbar ist: Während eines Saunagangs steigt die Herzfrequenz auf ein Niveau wie bei moderater Bewegung, die Gefäße weiten sich, der Blutdruck sinkt in den Stunden danach. Warum ein solcher kontrollierter Reiz den Körper stärkt, erklärt der Beitrag Hormesis.
Schützt Sauna vor Erkältungen?
Hier ist die Datenlage dünner, aber nicht leer: Eine oft zitierte Untersuchung fand bei regelmäßigen Saunagängern etwa halb so viele Erkältungen wie in der Vergleichsgruppe — allerdings erst nach mehreren Monaten und mit kleiner Teilnehmerzahl. Plausibel ist der Zusammenhang über die Wechselreize auf Kreislauf und Schleimhäute. Wer bereits erkältet ist, geht nicht in die Sauna: Bei Infekt mit Fieber belastet die Hitze den Kreislauf zusätzlich.
Ein Saunagang, richtig gemacht
| Schritt | Wie lange | Worauf es ankommt |
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| Warm duschen und abtrocknen | 3 bis 5 Minuten | trockene Haut schwitzt schneller |
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| Erster Gang | 8 bis 12 Minuten | lieber kürzer und öfter als einmal lang |
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| Die letzten Minuten aufrecht sitzen | 1 bis 2 Minuten | verhindert Kreislaufprobleme beim Aufstehen |
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| Abkühlen: frische Luft, dann kaltes Wasser | 2 bis 5 Minuten | erst Arme und Beine, dann der Rest |
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| Ruhen | 15 bis 20 Minuten | mindestens so lang wie der Gang selbst |
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| Zweiter und dritter Gang | wie oben | drei Gänge sind das übliche Maximum |
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Trinken: reichlich, aber erst nach dem letzten Gang oder in den Ruhepausen, nicht währenddessen. Mehr Einzelheiten stehen im Beitrag richtig saunieren; warum das Tauchbecken danach kein Luxus, sondern Teil des Reizes ist, erklärt Sauna und Tauchbecken.
Für wen Sauna nicht geeignet ist
- bei fieberhaften Infekten und akuten Entzündungen
- bei instabiler Angina pectoris, kurz nach Herzinfarkt oder bei schwerer Herzschwäche — hier entscheidet die Kardiologin
- bei unbehandeltem, stark schwankendem Blutdruck
- bei akuten Venenentzündungen und frischen Thrombosen
- in der Schwangerschaft nur nach Rücksprache; in Finnland üblich, in Deutschland zurückhaltender gehandhabt
- nach Alkohol grundsätzlich nicht — die Kombination ist der häufigste Grund für Zwischenfälle
Warum privat einen Unterschied macht
Die Regelmäßigkeit, auf die es ankommt, scheitert selten am Willen und oft am Umstand: volle Ruheräume, feste Aufgusszeiten, Anstehen. In unserem Day Spa gehört die Sauna für die Dauer Ihres Aufenthalts nur Ihnen — Sie bestimmen, wie lange ein Gang dauert und wann der nächste kommt. Was das gegenüber einer Therme bedeutet, steht im Vergleich Private Spa oder Therme. Im Sommer wie im Winter lohnt es sich übrigens gleichermaßen: Sauna im Sommer und Sauna im Winter.